Die unendliche Geschichte geht weiter!

Unendliche Geschichte

Zum aktuellen Stand im Rechtsstreit zwischen YouTube und GEMA hier ein Link

Langsam kommt man sich im vier Jahre anhaltenden Rechtsstreit GEMA vs. YouTube vor wie in der unendlichen Geschichte von Michael Ende. Dort spielt die Handlung in einer Parallelwelt, die durch das „Nichts“ zerstört wird. Immer größere Teile des Reiches verschwinden einfach spurlos und stehen den Einwohner somit nicht mehr zur Verfügung.

Aktuell beschwert sich die GEMA bei der Schiedsstelle des deutschen Patent- und Markenamts. Es geht einmal wieder ums liebe Geld. Der Klick für ein Video soll YouTube 0.375 Cent kosten. YouTube weigert sich stattdessen, von seinem bisherigen Geschäftsmodel abzurücken und stellt sich stur. Was bleibt, sind „Hinhalte-Taktiken“ und „Stimmungsmache“ durch die Sperrung von Musikvideos.

Ein Retter in der Not wie „Antréju“ mit seinem Glücksdrachen „Fuchur“ aus der unendlichen Geschichte ist leider nicht in Sicht.

Text im Original aus 2012, Daniel Adu

Österreicher Musiker setzen Zeichen für das Urheberrecht!

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Die Zeiten für die Einhaltung des Urheberrechts sind schwer geworden. Die Gratis Mentalität im Internet ist ein bedauernswerter Missstand, der schon seit langem auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens trifft. Nichtsdestotrotz gibt es vereinzelnd immer wieder kleine juristische Nadelstiche gegen die Missachtung des bestehenden Rechts. So geschehen im schönen Österreich, wo die beiden Musiker Breit und Schönberger, Band Mitglieder der Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ (EAV), gegen die Urheberrechtsverletzung ihres Spaß-Songs „Fata Morgana“ aus dem Jahr 1985 klagen. Die bekannte Einrichtungshauskette XXXLutz-Gruppe, die mit dem  bekannten roten Stuhl, soll in dem Werbespot „Möbel Morgana“ den Song der Gruppe ohne Zustimmung der Mitkomponisten Breit und Schönberger verwendet haben. Ob die juristische Auseinandersetzung mehr eine PR-Aktion bleibt, wird sich zeigen.

Mehr Infos erhältst Du unter: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121105_OTS0229/moebelfirma-lutz-missachtet-urheberrechte-oesterreichischer-musiker

Das Video kann man sich unter: http://www.youtube.com/watch?v=vsjonatoKUQ anschauen.

Hier räumen wir mit zwei GEMA-Gerüchten auf!

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1. Gerücht: „Ein GEMA-Mitglied darf für ein Projekt GEMA-freie Musik komponieren.“

NEIN! Mit dem sogenannten Berechtigungsvertrag, den ein Musiker mit der Gema abschließt, verpflichtet sich dieser mit seiner geleisteten Unterschrift alle seine Werke der Gema zu melden, vor und während seiner Mitgliedschaft. Während der Vertragsdauer gibt es also keinen Spielraum!

2. Gerücht: „Kurze Musikausschnitte sind doch frei verwendbar.“

NEIN! Sobald eine originale Musikpassage erkennbar wird, ist sie juristisch geschützt, egal wie kurz sie auch ist. Es fallen demzufolge auch Gema-Gebühren an!

Freies Radio-Angebot aus Marburg!

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Musiker ohne Plattenvertrag versuchen ihre Musik meist selbst zu verbreiten, viele nutzen hierfür das Internet. Meist unter „Creative Commons“ Lizenzen veröffentlichen sie ihre Musik auf ihren Blogs oder Plattformen für freie Musik. Mit solchen „Creative Commons“ Lizenzen erlauben sie neben kostenfreien herunterladen auch das legale weitergeben und weiterverbreiten der Musik. Gregor Atzbach, Kopf von Radio GFM stellt euch diese freie Musik vor. Neben RockPop, Electro und Metal gibt es interessante Beiträge und Interviews zu verschiedenen Themen. Mehr unter…

http://www.radio-gfm.net/

Die Fotokopie hat es schwer im digitalen Zeitalter!

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Das Recht auf sogenannte „Privatkopien“ existiert im Hinblick auf Musiknoten in Deutschland nicht. Wer also Fotokopien von Noten herstellen will, muss grundsätzlich eine Lizenz bei dem jeweiligen Rechteinhaber erwerben. Für Kopien, die beispielweise in Musikschulen, Volkshochschulen oder für bestimmte kirchliche Zwecke angefertigt werden, ist die Verwertungsgesellschaft VG Musikedition der zuständige Ansprechpartner. Die VG Musikedition ist eine staatlich anerkannte Treuhänderin. Sie nimmt im Auftrag ihrer Mitglieder (Verlage, Komponisten, Testdichter und Herausgeber) zahlreiche Urheberrechte und Vergütungsansprüche wahr.

Alle meine Entchen für lau!

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Ein Beitrag von Daniel Adu

Seit Oktober 2010 besteht für Kindergärten ein Kopierverbot von Liedertexten und Noten. Das schließt auch traditionelle Volklieder mit ein. Es sei denn, man schließt mit der GEMA einen Lizenzvertrag ab, der das Vervielfältigen der Musik erlaubt. Kitalieder.de stellt  in Zusammenarbeit mit der Musiksoftware-Firma ChessBase GmbH aus Hamburg Kindergärten kostenlos und ohne rechtliches Risiko Kinderlieder für die musikalische Erziehung Ihrer Sprösslinge zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Noten mit Liedertexten (pdf) und die passende Begleitung, arrangiert und vertont von der Musiksoftware Ludwig3.

Neue Veranstaltungstarife der GEMA!

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Ab dem 1. Januar 2013 soll es eine Vereinheitlichung der Veranstaltungstarife bei der GEMA geben. Kleine Veranstalter werden danach weniger, große Veranstalter wie Discotheken und Hotels z. B. deutlich mehr bezahlen müssen. Doch die wehren sich massiv mit einer Online Petition, die schon über 100.000 Aktivisten unterschrieben haben.

Quelle: https://www.gema.de/en/gema/news/news-archive/article/die-neuen-veranstaltungstarife-der-gema.html

Eine unendliche Geschichte: Anonymus vs. Gema!

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Für viele Netzwerkaktivisten ist die Gema ein rotes Tuch und ein dankbares Ziel von Virenattacken. Die Absicht der Hacker ist es immer wieder, den Gema-Server lahmzulegen, um sich z. B. gegen die Sperrung von Musikvideos auf YouTube zu revanchieren. Aber die Gema wehrt sich. Diese Woche hatte eine Sonderkommission des BKAs bundesweit mehrere Wohnungen von mutmaßlichen Anonymus-Unterstützern durchsucht, um Beweise gegen diese Angriffe zu sammeln. Ob es sich bei den Verdächtigen um Mitglieder oder nur um Sympathisanten handeln, stand zum Zeitpunkt der Ermittlungen noch nicht fest.

Quelle: http://www.spiegel.de